Wer?

In den vergangenen Wochen zwischen Homeschooling, Arbeit und Corona-Sorgen, habe ich mehrfach von Menschen im Bildungssystem den Satz gehört „Mit der Schulcloud muss es jetzt schnell gehen, da kann man sich nicht um jedes Detail kümmern.“ Mit „nicht jedes Detail“ waren meine Fragen bezüglich des Datenschutzes und der Sicherheit der Systeme gemeint, die ich an verschiedene Stellen gerichtet hatte: an Schulen, Lehrkräfte, Elternvertretung und das Kultusministerium.

Mein Eindruck war, dass die befragten Stellen sich weder inhaltlich mit den Fragen beschäftigen wollten (oder konnten?) und versuchten, mich mit fadenscheinigen Argumenten abzuspeisen (z.B. „Wir machen erst mal einen Testlauf.“, „Mein Mann hat sich das angeschaut, der sagt, es ist in Ordnung.“). Sonstige Informationsmöglichkeiten gab es nicht, da Gutachten und Dokumente zum Großteil nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind (siehe diverse Anläufe über fragdenstaat.de).

Ich stehe jetzt also hier mit meinen offenen Fragen und der Befürchtung, dass mein eigenes Kind im September in die Nutzung eines Systems gezwungen wird, von dem ich nicht weiß, ob es sicher und legal ist. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass wir in Deutschland das Recht auf informationelle Selbstbestimmung haben und durch die europäische Datenschutzgrundverordnung davor geschützt werden, dass Unbefugte unsere Daten verarbeiten. Damit haben wir ein Recht darauf zu erfahren, was mit den Daten unserer Kinder an Schulen passiert.

Mit dieser Seite möchte ich Menschen dazu anregen, in die Diskussion einzusteigen. Ich habe die Inhalte auf das Wesentliche reduziert, um den Einstieg so einfach wie möglich zu machen. Wer sich darüber hinaus informieren möchte, findet an zahlreichen Stellen weiterführende Links.

Ich habe in den letzten Wochen mit vielen Menschen über dieses Thema gesprochen und viele Anregungen und Unterstützung bekommen. Danke dafür an dieser Stelle! Mein Wunsch ist, dass sich die Politik und die Verwaltung ebenfalls auf diesen Austausch einlässt und unsere Sorgen ernst nimmt. An dieser Stelle sei auf das Zitat der baden-württembergischen Landesregierung verwiesen:

Die Landesregierung macht Baden-Württemberg zum Musterland von lebendiger Demokratie und Bürgerbeteiligung. An unserer Demokratie sollen mehr Menschen teilhaben. Bürgerbeteiligung soll die Regel sein und nicht die Ausnahme.

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/bw-gestalten/buergernahes-baden-wuerttemberg/demokratie-buergerbeteiligung/

Wir sind hier, bereit zur Beteiligung!

22.08.2020 Inga Klas

Unterstützung

Kontakt: Inga Klas, Deichstr. 2, 76275 Ettlingen, Tel. 0162-9231715, meinedatenmeinerechte@posteo.de

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